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Beitrag aus Blickpunkt Archiv eNewsletter 8/2011 vom 08.08.2011

 

 

Ein Flachablageschrank der Superlative


Etwas großes kommt ins Ländle

REGIS Veranstaltungs und News Hinweise

Stuttgart. Zielsicher steuert der riesige LKW rückwärts auf den Hof des im Januar 2011 eröffneten Stadtarchiv Stuttgarts. Das neue Stadtarchiv liegt am Rand des Bad Cannstatter Wohngebietes Veielbrunnenweg im Bellingweg 21.

Die wertvolle Fracht: Ein Flachablageschrank der Superlative.

Mit 3,0 m Breite und 2,0 m Tiefe sprengt er wohl alle Vorstellungen über einen „normalen Planschrank / Flachablageschrank“!
Aufgeteilt in 2 Module (ein Ober- und ein Untermodul) und ausgestattet mit insgesamt 11 Schubladen hat dieser Schrank eine Höhe von ca. 1,07 m.

Aufgrund der Herstellung aus technisch anodisierten Aluminium-Profilen und –Platten beträgt das Gesamtgewicht des Schrankes nur 630 kg!

Jede Schublade ist ausgelegt für eine Belastung von max. 70 kg bei einer lichten Innenhöhe von 46 mm und einer Nutzfläche von 5,25 m². Das ergibt eine Gesamtnutzfläche von 57,75 m².

Diese Ausmaße bedurften einer sorgfältigen Planung und Durchführung, nicht nur beim Bau und Transport des Schrankes durch die REGIS sondern auch bei der Überprüfung der Durchgangswege und des Aufstellortes im Stadtarchiv.

Beim Bau war besonderes Augenmerk auf die Statik des Schrankes und der Schubladen zu legen. Diese dürfen sich auch unter „Volllast“ nicht nach unten biegen und so Lücken zwischen den einzelnen Laden bilden, genauso musste das „ineinander greifen“ und gleichzeitige herausziehen mehrerer Schubladen verhindert werden.
Das Problem wurde durch Abspannungen und einen speziellen Sandwichboden gelöst.

Auch beim Transport und der Anlieferung hatten wir die besonderen örtlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen. So war zwar eine Anfahrrampe am Gebäude vorhanden, aber diese konnte nicht direkt durch den LKW angefahren werden. Deshalb wurde von uns zur Anlieferung ein Fahrzeug mit Stapler geordert und so konnte die riesige Holzkiste zum Entladen an die Rampe transportiert werden.

Die Planung und Vorbereitung der Mitarbeiter des Stadtarchives durch das Ausmessen der Transportwege war sehr wichtig, denn die Schrankteile mussten über einen Aufzug in die erste Etage und anschließend durch abgewinkelte Flure zum Aufstellort transportiert werden.

   

Es zeigte sich, dass hier hervorragend und genauestens geprüft wurde, denn der Schrank konnte, auch wenn nur wenige Millimeter Platz blieben, ohne Probleme im Haus transportiert und aufgestellt werden.

     
   
     
 

Nun können auch die vielen Pläne und Urkunden, deren Formate nicht in die gängigen Flachablageschränke passen, archivgerecht aufbewahrt werden.

 

Wir danken dem Stadtarchiv Stuttgart für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschen viel Freude mit dem „Flachablageschrank der Superlative“.

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